
Porträt
RUB: Das Gesicht des Strukturwandels
In Bochum ist der Campus der kurzen Wege international. Forscher und Studierende aus dem In- und Ausland kooperieren über Fächergrenzen hinweg. Forschungsschwerpunkte sind Proteinforschung und Neurowissenschaften, Systemchemie, Plasmaforschung, nachhaltige Energietechnologien, Materialwissenschaften, IT-Sicherheit und Religionswissenschaft. Die Bochumer Forschungsstärke beruht auf der besonderen Fähigkeit der Wissenschaftler zur Zusammenarbeit: Das unkomplizierte Aufeinanderzugehen auf dem Campus ist das Markenzeichen der RUB. Konsequent und früher als alle anderen hat die RUB ihr Studiensystem auf die gestuften, international anerkannten Studiengänge Bachelor und Master umgestellt.
20 Fakultäten und 130 Studiengänge
Mit Erfolg: Immer mehr Studierende schließen ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit ab, die Absolventenzahlen steigen deutlich. Orientiert an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes eröffnet dieses Modell den Absolventen neue Perspektiven durch kürzere Studienzeiten und mehr Praxisbezug. 20 Fakultäten und elf zentrale wissenschaftliche Institute bieten heute rund 130 Studiengänge an. Mit ihrem Forschergeist trug die RUB maßgeblich dazu bei, den „Bildungsstandort Ruhrgebiet”auszubauen und aufzuwerten: Sie gab dem Strukturwandel ein Gesicht. 1965 nach nur dreijähriger Bauzeit im grünen Bochumer Süden oberhalb der Ruhr eröffnet, ist sie heute drittgrößte Arbeitgeberin in Bochum. Mit ihren vielfältigen Angeboten von Chor und Orchester über Theater, Radio, Kino bis hin zu Lesungen und Vorträgen bereichert die RUB zudem das kulturelle Leben in Bochum. Den Forschergeist so früh wie möglich zu wecken, ist Ziel der vielfältigen Angebote für den Nachwuchs – zum Beispiel mit dem hervorragend ausgestatteten Alfried Krupp-Schülerlabor, das in seiner fachlichen Breite und Ausrichtung einzigartig in Deutschland ist. Und wer schon frühzeitig richtig studieren will, kann am Projekt SchülerUni für motivierte und leistungsstarke Oberstufenschüler teilnehmen.
Integrierter Ingenieurbereich war ein Novum
Schule machte die RUB seit ihrer Gründung auf verschiedenen Gebieten: Der integrierte Ingenieurbereich war in Deutschland ein Novum; als erste Universität hatte sie eine Kontaktstelle zur Wirtschaft eingerichtet und vermarktet Forschungsergebnisse heute über eine eigene Verwertungsgesellschaft. Und was einst als „Bochumer Modell“ startete – die praktische, patientennahe Medizinausbildung an Krankenhäusern in Bochum und Umgebung – umfasst heute als größtes deutsches Klinikum etwa 2.600 Betten und genießt im In- wie Ausland einen exzellenten Ruf.
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