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Gute Gründe für ein MINT-Studium

20.02.2012

Nach einer Untersuchung des Instituts der Wirtschaft Köln lag die sogenannte MINT-Lücke, also das Fehlen von Absolventen der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, im Oktober 2011 bei 167.000 Personen.

Sie hat damit das Niveau des Jahres 2008 (142.800 fehlenden MINT-Absolventen) weit überschritten und liegt nur noch knapp unter dem Allzeithoch von Oktober 2000 (180.900 fehlenden MINT-Absolventen).

 

Wir nennen fünf gute Gründe für ein MINT-Studium.

1. Steigender Bedarf in den Unternehmen:

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich. Waren im Jahr 2000 noch gut 1,7 Millionen MINT-Akademiker erwerbstätig, waren es im Jahre 2009 schon rund 2,3 Millionen. Der Gesamtbedarf der Wirtschaft liegt mittelfristig bei knapp 115.000 MINT-Akademikern jährlich. Trotz sehr positiver Entwicklung bei den Absolventenzahlen in den MINT-Studiengängen werden diese voraussichtlich auch künftig den Bedarf nicht decken können.

2. Hohe Erwerbstätigenquote:

Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die MINT-Arbeitslosigkeit um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Die Erwerbstätigenquoten der MINT-Akademiker im Alter zwischen 55 und 59 sowie zwischen 60 und 64 sind deutlich angestiegen. Darüber hinaus waren im Jahre 2009 knapp 50.000 MINT-Akademiker im Alter über 65 erwerbstätig und damit gut 9.000 mehr als im Jahre 2005.

3. Ausgezeichnete Karriereperspektiven:

Knapp 42 Prozent der MINT-Absolventen haben eine leitende Funktion. Bei den anderen Akademikergruppen trifft dies auf knapp 35 Prozent zu. Ins­besondere Frauen haben in den MINT-Fächern hervorragende Karrierechancen: Zwischen 2000 und 2009 stieg die Erwerbstätigkeit der weiblichen MINT-Akademiker um 51 Prozent auf inzwischen knapp 450.000. Der Beschäftigungszuwachs war deutlich höher als bei den männlichen MINT-Akademikern (28 Prozent). Der Frauenanteil bei den erwerbstätigen MINT-Akademikern ist damit im genannten Zeitraum von 17,1 auf 19,5 Prozent gestiegen.

4. Attraktive Einkommensentwicklung:

Anfang der 1990er Jahre lag das Bruttojahresgehalt eines vollzeiterwerb­stätigen Ingenieurs zum Berufseinstieg noch 9 Prozent unter dem eines Wirtschaftswissenschaftlers. Im Jahre 2009 erreichte der Ingenieur in diesem Vergleich ein Lohnplus von 12 Prozent. Insgesamt konnten MINT-Akademiker ihren Einkommensvorsprung beim Stundenlohn gegenüber anderen Akademikern zwischen 2000 und 2009 von 15 auf 25 Prozent ausbauen. Dieser Einkommensvorteil ist auch ein Grund dafür, dass MINT-Absolventen unter allen akademischen Fachrichtungen rückblickend die höchste Zufriedenheit mit ihrer Studienentscheidung haben.

5. Gute Chancen für einen Bildungsaufstieg:

74 Prozent aller Akademiker in Ingenieurberufen und 69 Prozent aller sonstigen MINT-Akademiker kommen aus nicht-akademischen Eltern­häusern. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern sind es lediglich 67 Prozent, bei den sozial- und geisteswissenschaftlichen Berufen 65 Prozent, bei den Medizinern 50 Prozent und bei den Juristen bleiben nur 43 Prozent. MINT-Akademiker führen damit das Aufstiegsranking an.

Die Position finden Sie hier als pdf-Dokument zum Download.



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