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Gute Gründe für ein MINT-Studium
Sie hat damit das Niveau des Jahres 2008 (142.800 fehlenden MINT-Absolventen) weit überschritten und liegt nur noch knapp unter dem Allzeithoch von Oktober 2000 (180.900 fehlenden MINT-Absolventen).
Wir nennen fünf gute Gründe für ein MINT-Studium.
1. Steigender Bedarf in den Unternehmen:
Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungsbereich. Waren im Jahr 2000 noch gut 1,7 Millionen MINT-Akademiker erwerbstätig, waren es im Jahre 2009 schon rund 2,3 Millionen. Der Gesamtbedarf der Wirtschaft liegt mittelfristig bei knapp 115.000 MINT-Akademikern jährlich. Trotz sehr positiver Entwicklung bei den Absolventenzahlen in den MINT-Studiengängen werden diese voraussichtlich auch künftig den Bedarf nicht decken können.
2. Hohe Erwerbstätigenquote:
Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die MINT-Arbeitslosigkeit um mehr als 50 Prozent zurückgegangen. Die Erwerbstätigenquoten der MINT-Akademiker im Alter zwischen 55 und 59 sowie zwischen 60 und 64 sind deutlich angestiegen. Darüber hinaus waren im Jahre 2009 knapp 50.000 MINT-Akademiker im Alter über 65 erwerbstätig und damit gut 9.000 mehr als im Jahre 2005.
3. Ausgezeichnete Karriereperspektiven:
Knapp 42 Prozent der MINT-Absolventen haben eine leitende Funktion. Bei den anderen Akademikergruppen trifft dies auf knapp 35 Prozent zu. Insbesondere Frauen haben in den MINT-Fächern hervorragende Karrierechancen: Zwischen 2000 und 2009 stieg die Erwerbstätigkeit der weiblichen MINT-Akademiker um 51 Prozent auf inzwischen knapp 450.000. Der Beschäftigungszuwachs war deutlich höher als bei den männlichen MINT-Akademikern (28 Prozent). Der Frauenanteil bei den erwerbstätigen MINT-Akademikern ist damit im genannten Zeitraum von 17,1 auf 19,5 Prozent gestiegen.
4. Attraktive Einkommensentwicklung:
Anfang der 1990er Jahre lag das Bruttojahresgehalt eines vollzeiterwerbstätigen Ingenieurs zum Berufseinstieg noch 9 Prozent unter dem eines Wirtschaftswissenschaftlers. Im Jahre 2009 erreichte der Ingenieur in diesem Vergleich ein Lohnplus von 12 Prozent. Insgesamt konnten MINT-Akademiker ihren Einkommensvorsprung beim Stundenlohn gegenüber anderen Akademikern zwischen 2000 und 2009 von 15 auf 25 Prozent ausbauen. Dieser Einkommensvorteil ist auch ein Grund dafür, dass MINT-Absolventen unter allen akademischen Fachrichtungen rückblickend die höchste Zufriedenheit mit ihrer Studienentscheidung haben.
5. Gute Chancen für einen Bildungsaufstieg:
74 Prozent aller Akademiker in Ingenieurberufen und 69 Prozent aller sonstigen MINT-Akademiker kommen aus nicht-akademischen Elternhäusern. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern sind es lediglich 67 Prozent, bei den sozial- und geisteswissenschaftlichen Berufen 65 Prozent, bei den Medizinern 50 Prozent und bei den Juristen bleiben nur 43 Prozent. MINT-Akademiker führen damit das Aufstiegsranking an.
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